Einmal in den Süden bitte - 4 Tage in Apulien


Hallo ihr Lieben,

es steht zwar der Frühling auf der Türschwelle, aber die warmen Temperaturen lassen gerade noch ein wenig auf sich warten. Ein guter Grund (von vielen) die Koffer zu packen und ab in den Süden zu fliegen. Ziel diesmal: Apulien, der Stiefelabsatz Italiens.

Bevor ich diese Reise gebucht habe, habe ich ehrlich gestanden noch nicht viel über diese Region gewusst. Mit fielen nur Dinge wie Mafia, Olivenbäume und Pasta ein. Also wenn wir ehrlich sind: Ich hatte keine Ahnung. Aber das Gute daran: Vielleicht geht es euch ja genauso und ich kann etwas Licht ins Dunkle bringen. Deshalb hier meine liebsten Städte Apuliens.

1. Ostuni

Ostuni sieht man schon von weitem. Mich hat es irgendwie an Minas Tirith (die Herr der Ringe Fans wissen wovon ich spreche) erinnert. Eine Stadt, die auf einem Berg thront und die dir in weißen Farben entgegen strahlt. Denn alle Häuser dort (außer die Kirchen) sind weiß angestrichen. In der Altstadt, die sich den Berg hinauf windet gibt es unzählige Gassen mit kleinen Läden und Restaurants.

Wir hatten hier unser AirBnb gebucht und sind jeden Abend durch die kleine Stadt gestreift. Mein kulinarisches Highlight war die Osteria Monacelle. In dem kleinen Restaurant werden ausschließlich Produkte aus der Region verwendet und es ist wirklich köstlich. Aber nicht nur wegen des Essens ist Ostuni definitiv mindestens einen Tagesausflug wert.

2. Polignano a mare

Von den Bergen Ostunis geht es durch die Olivenhaine hindurch nach Polignano a mare. Diese Küstenstadt ist für ihre Bucht mit den hochragenden Häuserbauten bekannt (siehe erstes Bild). Von den Häusern aus geht es mehr als 20 Meter hinab ins blaue Meer. Deshalb finden hier sogar die Red Bull Cliff Diving Meisterschaften statt. Na wäre das was für euch?

Aber da wir im März und daher außerhalb der Saison dort waren, hatten wir den Strand quasi für uns. Mich erinnerten die Häuser schon etwas an Marokko - aber kein Wunder, so weit weg ist es dann ja auch nicht mehr.

Neben den beeindruckenden Klippen, kann man auch hier gemütlich durch die Altstadt schlendern, sich reichlich Eis, Kaffee und Ciabatta kaufen und die Aussicht aufs Meer genießen.

3. Monopoli

Während in Polignano a mare die Klippen steil ins Meer stürzen scheint in Monopoli eine Verbindung von Meer und Land stattgefunden zu haben. Hier schwappen die Wellen sanft an die Hafenmauern anstatt schroff gegen Klippen zu schlagen. Im Hafen liegen unzählige kleine und große Boote, die meisten mit blauer Farbe angestrichen. Auch hier gilt - wie wohl in jeder Stadt Italiens - Auto abstellen, sich in den kleinen Gassen verlieren und zwei bis zehn Kugeln Eis essen während man die unterschiedlichsten Menschen vorüberziehen sieht.

3. Trulli

Nein, Trulli ist keine Stadt, auch die Süßigkeiten sind hier ausnahmsweise mal nicht gemeint. Trulli sind Häuser, die typisch für Apulien sind. Hier könnten auch Hobbits wohnen (um wieder auf die Herr der Ringe Thematik zu kommen). Besonders die Stadt Alberobello ist für ihre unzähligen Trulli bekannt. Leider ist es daher auch sehr touristisch. Aber keine Sorge, egal wo man gerade mit dem Auto unterwegs ist, man sieht immer ein paar Trulli am Straßenrand stehen.

Die Bauweise stammt übrigens daher, dass man die Häuser so schnell wieder abbauen kann. Denn zu früheren Zeiten konnten nur Steuern auf feste Siedlungen erhoben werden. Schlau diese Italiener! Wenn ihr noch mehr Infos zu diesen süßen Häusern wollt, kann ich euch diesen Link empfehlen.

P.S. Zum Schluss noch cat content für euch - denn was gibt es schon Besseres!

P.P.S. Danke an meinen liebsten Reisebegleiter, Zweitfotograf und besten Espresso-Macher Philipp