Durch den Süden Brasiliens


Neues Jahr, neue Abenteuer!

Mein Jahr 2017 hätte nicht besser starten können: Auf der Südhalbkugel, die Füße im warmen Meereswasser, einen Caipirinha in der Hand und eine gute Freundin an meiner Seite: Brasilien. Ein Land das unvorstellbar groß ist und unvorstellbare Möglichkeiten bietet. Die zwei Wochen in dem größten Land Südamerikas sind wie im Flug vergangen.

Angefangen hat diese Zeit in São Paulo, einer Metropole deren Größe man gar nicht so recht abschätzen kann - rund 12 Millionen Menschen leben hier und es ist das wichtigste Wirtschafts- und Finanzzentrum des Landes. Auch ich hatte so meine Vorurteile als ich mit dem Flieger hier landete: Viel zu groß, zu gefährlich, zu schmutzig. Aber ich wurde eines Besseren belehrt. Natürlich gibt es gefährliche Ecken und man sollte nicht mit der Kamera um den Hals umherlaufen, aber diese Stadt bietet auch viel Schönes. Zum Beispiel die Beco do Batman im Viertel Vila Madalena. Eine Straße voller faszinierender Graffiti - sowieso gibt es in ganz Brasilien großartige Graffiti-Kunst! Wer mal eine Auszeit von der Großstadt braucht, kann seine Seele im Parque do Ibirapuera baumeln lassen. Mit dem See in der Mitte des Parkes und der Wolkenkratzerkulisse kommt schon fast etwas Central Park Feeling auf.

Aber nachdem wir die Großstadt ganz hinter uns lassen wollten, nahmen wir den Nachtbus nach Florianópolis - Kosename Floripa. Die Stadt liegt weiter im Süden Brasiliens und liegt zu großen Teilen auf der Insel Santa Catarina. Obwohl die Stadt wesentlich kleiner als São Paulo ist, ragen jedoch auch hier - wie überall im Land - Wolkenkratzer in den Himmel. Doch nur ein bisschen außerhalb kann man noch verträumte Ortschaften am Meer finden, an denen von Hektik und Hochhäusern jede Spur fehlt. Stattdessen gibt es Caipirinha und Acai am Strand.

Wer Brasilien sagt, muss auch Rio sagen. Sofort kommen einem die Copacabana, der Zuckerhut, die Cristo Statue und Favelas in den Sinn. Rio ist eine Stadt der Gegensätze, von Luxus Vierteln und Favelas, von Bergen und Meer, von leichtem und harten Leben. Aber vielleicht macht das auch den Charme dieser Stadt aus.

Gleich am ersten Tag machten wir uns auf den Weg zum Zuckerhut. Auch wenn das Thermometer um die 35 Grad anzeigte wollten wir nicht einfach die Seilbahn hinauf nehmen. Denn irgendwie kann man so einen Ausblick um einiges besser genießen, wenn man weiß, dass man ihn sich erarbeitet hat. Also machten wir uns auf den steilen, ca. 45 minütigen Fußmarsch auf zur ersten Seilbahnstation durch den Dschungel. Der Pfad ist wirklich schön und da viele Menschen ihn laufen, muss man auch keine Angst um seine Sicherheit haben. Vom ersten Gipfel hat man schon einen grandiosen Ausblick über Rio mit seinen vielen Hügeln, Stränden und dem Meer. Wer mag, kann dann noch die restliche Seilbahn bis ganz oben nehmen. Zu Fuß kommt man hier nämlich nicht hoch. Es lohnt sich aber in jedem Fall - denn es war eines meiner Highlights in dieser Stadt, obwohl sie so viele zu bieten hat!

Und weil ich trotz der Liebe für Städte auch immer ein kleines Naturkind bleibe, besuchten wir auch in Rio zwei wunderschönen Parks, die bei der Hitze dank der schattigen Plätze Abkühlung verschafften. Zum einem gibt es den Botanischen Garten mit seinen meter-hohen Palmen und dem Orchideen Haus, zum anderen den kleineren Parque Laje, der wunderschöne Architektur und ein Café bietet. Schwierig zu entscheiden welcher schöner ist. Ich weiß nur, Rio hat das Rennen im Städtekampf Brasiliens definitiv für mich gewonnen!

Außer Konkurrenz steht jedoch noch die Ilha Grande. Sie liegt ca. drei Stunden von Rio entfernt und bietet Traumstrände, Dschungel, Affen und Ruinen. Aber seht selbst - Ich sage nur, die Insel ist einen Besuch wert, so wie ganz Brasilien. Denn nicht nur die Natur ist wunderschön, das Essen lecker, die Caipis gut gemixt, sondern auch die Brasilianer sind unglaublich freundlich und offenherzig. Ich bin mir sicher: Ich werde wiederkommen.

Eure Sarah

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